5.3 Die Wahrnehmung

Nur durch die Kombination von Wahrnehmung und Bewegung ist es Kindern möglich, Schritt für Schritt ihre Umwelt und den eigenen Körper kennen zu lernen. Bewegung und Wahrnehmung sind die Grundvoraussetzungen für die Entwicklung von Sprache, Denken und Persönlichkeit.

  • Kinder nehmen ganzheitlich wahr
  • Kinder lernen ganzheitlich

Das Kapitel 5.2.8 ist ausschließlich und exklusiv für Leser des Arbeitsbuchs Kindergesundheitstrainer verfügbar - hier klicken

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5.3.1 Die menschliche Wahrnehmung

Die menschliche Wahrnehmung ist die Aufnahme von Reizen aus der Umwelt und des eigenen Körpers über die Sinnesorgane.

Die Wahrnehmung verbindet die Innenwelt mit der Außenwelt. Die aufgenommenen Reize werden an das Gehirn weitergeleitet, wobei wichtige Ereignisse verstärkt und unwichtige Ereignisse gehemmt werden (Filterwirkung!). Alle Eindrücke werden miteinander verglichen und durch frühere Erfahrungen ergänzt (Sensorische Integration).

Sinnesreize gestalten die Hirnarchitektur

Bereits bei der Geburt ist das neuronale Netz des Gehirns mit 100 Milliarden vorhandenen Nervenzellen ausgestattet. Die wichtigste Entwicklung in den ersten Lebensjahren ist aber die Verbindung der Nervenzellen untereinander (Synapsenbildung). Erst dadurch entsteht das gigantische Netzwerk unseres Gehirns, welches Denkleistung und enorme Speicherkapazität ermöglicht.

Wichtige Voraussetzung für die Synapsenbildung ist eine Vielfalt von Sinnes- und Bewegungserfahrungen, eine immer neue Stimulation durch Sinnesreize – sinnliche Nahrung fürs Gehirn.

Am besten kombiniert mit Emotionen, denn die helfen beim Abspeichern von Informationen und machen Nervenverbindungen stabiler.

Je mehr Körperkontakt und liebevolle Zuwendung Kinder in ihren ersten Lebensjahren bekommen, desto besser ist ihre Hirnarchitektur.

Im Alter von 2 Jahren gibt es im kindlichen Gehirn doppelt so viele Nervenverbindungen, wie im Gehirn eines Erwachsenen. Dauerhaft erhalten bleiben nur solche Verbindungen, die auch ständig genutzt werden.

Alle anderen, ungenutzten Verbindungen sterben bereits ab dem 10. Lebensjahr ab.

Darum sollten Kinder, nach Meinung von Gehirnforschern, in den ersten 9 Lebensjahren mit möglichst vielen Bewegungen und Reizen konfrontiert werden. Nur dadurch bilden sich im Gehirn Verbindungen, an die später angeknüpft werden kann.

Sinne werden durch Bewegung angeregt

Die Bewegung spielt für die Sinne eine wesentliche Rolle. Schon im Mutterleib spürt der Embryo die Bewegungen der Mutter. Er wird geschaukelt, gedrückt, verändert seine Lage im Raum und er wird berührt.

Nach der Geburt erfährt das Baby seine Umwelt in erster Linie über Gleichgewichts- Haut – und Bewegungssinn. Erst langsam nimmt es weitere Umweltreize, wie Riechen, Sehen und Schmecken auf, die ihm eine Orientierung in seiner Umwelt ermöglichen.

Das Kind benötigt Bewegung um Informationen aus seiner Umwelt zu erlangen. Den eigenen Körper „erspürt“ ein Kind in erster Linie durch Bewegung und Berührung.

Bewegungs- und Sinneserfahrungen sind nicht voneinander zu trennen. Sie laufen immer irgendwie parallel ab.

Je mehr Bewegung ein Kind macht, umso mehr Sinneseindrücke erhält es.
Je mehr Sinneseindrücke ein Kind erhält, umso mehr Bewegung macht es.

Darum sollte beide Bereiche gezielt ... weiterlesen ?

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Dieses Kapitel besteht aus folgenden Unterkapiteln - online ist nur ein Teil vom Kapitel 5.3.1 zu lesen - die restlichen Kapitel finden Sie im Skriptum zum Kindergesundheitstrainer.

5.3 Die Wahrnehmung

5.3.1 Die menschliche Wahrnehmung
5.3.2 Die Sinnesorgane
5.3.3 Das entwicklungsauffällige Kind

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