»„Zu unserer Natur gehört die Bewegung. Die vollkommene Ruhe ist der Tod. (Le mouvement fait partie de notre nature. La tranquillité absolue est la mort.)«
Blaise Pascal (1623-62), franz. Mathematiker
Tanz- und Rhythmuserfahrungen spielen im Bewegungsbereich für Kinder eine besonders wichtige Rolle. Einerseits gibt es Angebote die in erster Linie vorgegebene Tänze und Choreographien einstudieren, wie Tanzgruppen für Kinder in den Tanzschule,
Ballettgruppen, oder Jazzdancegruppen.
Andererseits gewinnen auch freie, kreative Kindertänze, Ausdruckstanz und Tanzpädagogik immer mehr an Bedeutung. Da das Angebot in den Tanzschulen ausgebildeten Trainern vorbehalten ist, möchte ich im Folgenden nur über das freie, kreative Tanzangebot für Kinder sprechen.
Bereits im 19 Jahrhundert haben sich die ersten Tänzerinnen und Tänzer mit freiem, kreativen Tanz und Ausdruckstanz beschäftigt.
Freier, kreativer Kindertanz
Wichtige Personen waren unter anderem Isadora Duncan (1878-1927), die ihre Tänze als Ausdruck ihres Seelenlebens bezeichnete, die Körper weitgehend von unnötiger Kleidung befreite und die sich bereits besonders dafür interessierte, wie sich Tanz und Bewegung auf die innere und äußere Lebenshaltung auswirkt.
Für Mary Wigmann (1886-1973) war der Tanz eine Möglichkeit, sich als Persönlichkeit auszudrücken und seine Gefühle in Bewegung umzusetzen. Weniger die Tanztechniken waren wichtig, als die Gesamterscheinung des Tänzers, mit all seinen Ausdrucksmöglichkeiten. Mary Wigmann tanze barfuss und betonte damit die Bedeutung des Bodens und der Erde für den Tanz.
Trudi Schopp entwickelte in den 40er Jahren in den USA eine Form der Tanztherapie, mit den Grundgedanken, dass tanz nicht die Ausführung einer vorgefertigten Bewegung ist, sondern ein individuell geschaffener Stil körperlicher Bewegung, der das Wesen des Menschen spiegelt. Ihre Therapie geht davon aus, dass Menschen sich über den Tanz „öffnen“ können.
Eric Franklin hat sich in der Tanzszene auch eine wichtige Position erarbeitet, indem er 1986 begann die Techniken der Vorstellungsbilder und des mentalen Arbeitens in seine Bewegungsformen mit einzubauen. Er ist der Gründer und Leiter des Institutes für „Imaginative Bewegungspädagogik“ in der Schweiz und hat viele sehr schöne und wichtige Bücher geschrieben. Unter anderem „Befreite Körper“, „Tanz Imagination“ und „Kraftvoller Auftritt“
Tanzkultur
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Dieses Kapitel ist Teil folgender Unterkapitel
6. Bewegungspraxis
6.1.Der korrekte Stundenaufbau
6.2. Kleine Spiele
6.3. Große Spiele
6.4. Turnen mit Kleingeräten
6.5.Turnen mit Alltagsmaterial
6.6. Turnen an Großgeräten
6.7. Kids Aerobic
6.8. Rücken Fit für Kids
6.9. Eltern Kind Turnen
6.10 Kleinkindturnen
6.11 Bewegung mit übergewichtigen Kindern
6.12 Tanz mit Kindern
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